Fisch- und Wildtage 2020

Die Fisch- und Wildtage 2020 können aufgrund der derzeitigen Auflagen durch die Corona-Pandemie nur in eingeschränktem Umfang stattfinden.

Die sich fast täglich verändernde Lage lässt eine professionelle und verbindliche Planung von größeren Veranstaltungen derzeit nicht zu. Der ALLES e.V. möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten verantwortungsvoll dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus weiterhin gering zu halten. Deshalb hat der Verein beschlossen, sowohl die Eröffnungsveranstaltung, den alljährlichen Festabend in der Stadthalle Kasten, als auch die Tour Regional durch die Feuchtwanger Gasthäuser abzusagen.

Für den Fisch- und Wildbretverkauf im Rahmen des Martinimarktes auf dem Feuchtwanger Marktplatz wird derzeit geplant, wie dies unter Berücksichtigung der notwendigen Abstands- und Hygiene-Richtlinien funktionieren kann.

Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze dazu hier.

Fisch- und Wildtage 2019

Ein Rehbraten mit Spätzle und Knoblauchsländer Salat, ein Wildschwein mit fränkischen Semmelknödeln, ein Karpfen bebröselt oder in Essig-Zwiebel-Lorbeer-Pfeffersud getaucht, die Schleie mit Knoblauch, der Hecht mit Kräutern und der Hase im Pfeffer, die Wildente kurz und die Hirschkeule lang gebraten – die kulinarische Seite unseres schönen Landes.

Die Beute des Jägers, der Fang des Fischers und die Kunst in den Küchen der Wirtshäuser kombinieren Landschaft und Gaumengenuss zu Lebensfreude und Lebensqualität. Jagd und Fischerei sind die sensiblen Nahtstellen zwischen Wirtschaft und Natur.

Alljährlich bieten wir Ihnen Anfang November zu unseren Fisch- und Wildtagen aus der Region die Vielfalt von Wald und Feld, die Kunst unserer KöchInnen, den freundlichen Service der Gastronomie und ein gutes Gefühl – Sie genießen für das Land.

Neben Ansitzdrückjagd, Hubertusmesse und abendlicher Entenjagd lockt ein buntes Programm für Groß und Klein. Attraktive Preise gibt’s beim Kinder-Goldfischen, regionale Wild- und Fischbuffets werden von Feuchtwanger Gastronomen in der Stadthalle Kasten angeboten. Schauräuchern, Wild-Kochkurse, Weinproben und Ausstellungen rund um unser kulinarisches Handwerk zeigen die Schönheiten unserer Natur.

Einen Höhepunkt erleben die Besucher bei der Tour InteRRegional durch 6 Feuchtwanger Wirtshäuser. Gang für Gang von Wirtshaus zu Wirtshaus genießen Sie ein inteRRegionales Menü aus 6 europäischen Ländern, kreiert und gekocht mit Produkten aus unserer Region. (Kartenvorverkauf bei der Tourist Information Feuchtwangen, Tel. 09852-904 55. 

Das Programm der Fisch- und Wildtage 2019 erhalten Sie hier.

Auszeichnung „Goldenes Rebhuhn“ für Wurzelbetriebe im Rahmen der Feuchtwanger Fisch- und Wildtage 2019

Seit vielen Jahren zeichnet der ALLES e.V. im Rahmen der Fisch- und Wildtage Wurzelbetriebe mit dem „Goldenen Rebhuhn“ aus. Mit der regionalen und direkten Vermarktung von Lebensmitteln leisten Produzenten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschätzung und Wertschöpfung und stärken das Bewusstsein für Tiere und Natur. Bei der Regionalvermarktung stehen landwirtschaftliche Erzeugnisse im Vordergrund, die in erster Linie nicht auf den Preis abzielen, sondern auf Tierwohl und eine naturgemäße Bewirtschaftung setzen.

 

2019 wurde das „Goldene Rebhuhn“ an vier Preisträger verliehen, die sich im Sinne einer ökologischen Wirtschaft und einer Nahversorgung auf kurzen Wegen oder mit besonderen agrarökologischen Leistungen verdient gemacht haben.

 

Einer der diesjährigen Preisträger ist Alexander Holzner, Dorfmetzger aus der Feuchtwanger Partnerstadt Lana. Für Laudator Herbert Lindörfer ist Holzner ein würdiger Titelträger des „Goldenen Rebhuhns“, da er in der aktuellen Zeit der Lebensmittel-Großproduktion und Gewinnoptimierung einen anderen Weg geht und bei seiner Arbeit als Metzger das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt stellt.

Holzner setzt bei der Erzeugung und Vermarktung seiner Fleisch- und Wurstprodukte auf qualitätsorientierte Regionalinitiativen. Über „pur Südtirol“ verfolgt der Dorfmetzger aus Lana den Vertrieb seiner Lebensmittel über Einzelhandelsbetriebe und unter dem Siegel „Roter Hahn“ vermarktet Alexander Holzner Feinschmecker-Lebensmittel und Genussprodukte aus Südtirol, die dank ihrer erkennbar hohen Qualität auch für die Kunden mehr kosten dürfen, teilte der Südtiroler Dorfmetzger seine Erfahrungen.

Darüber hinaus hat der „Querdenker“ in Südtirol entscheidend zur Etablierung einer  „Hofnahen Schlachtung mit Achtung“, die eine angst- und stressfreie Schlachtung am Hof durch ein mobiles Schlachtmobil ermöglicht. „Nur bei einem artgerechten Umgang mit den Tieren sind die Verbraucher bereit, höhere Preise für Fleischwaren, das ist gerade für die regionale Vermarktung unheimlich wichtig.

 

„Heiner Sindel, Vorsitzender vom Verein Artenreiches Land – Lebenswerte Stadt, honorierte die drei weiteren Preisträger des „Goldenen Rebhuhns 2019“mit einer Präsentation ihrer besonderen Leistungen für die Regional- und Agrarwirtschaft.

 

Der Jagdpächter Wolfgang Schörner kümmert sich um eine naturgemäße Lebensraumgestaltung und sorgt damit für den Erhalt der Population wildlebender Tiere in der Region.

 

Familie Hezner aus Dombühl wurde als „Wurzelbetrieb“ ausgezeichnet, da sie einen Schlacht- und Zerlegebetrieb im Kleinformat geschaffen hat, der es regionalen Rinderzüchtern und Landwirten ermöglicht, ihre Tiere individuell nach Wunsch zu schlachten und zu zerlegen. Der Familienbetrieb ist ein tolles Beispiel für einen dezentralen Schlachtbetrieb, der maßgeblicher Bestandteil eines gelebten regionalen Wirtschaftskreislaufes ist.

 

Familie Lehr wurde für ihr noch sehr junges Unternehmen „Burker Freilandeier“ ausgezeichnet, die mit der Direktvermarktung und Belieferung heimischer Kunden mit Eiern aus dem mobilen Hühnerstall für nachhaltiges Wirtschaften in einem regionalen Kreislauf stehen.